Mache was du liebst

Schon als kleines Mädchen habe ich überlegt was ich denn so machen möchte wenn ich groß bin. Mir war schon immer klar, dass ich etwas für Menschen machen möchte. Bereits als Kind habe ich alles gegeben um Menschen miteinander zu verbinden. Ich habe Streit geschlichtet, war bei den Pfadfindern, habe älteren Menschen in meinem Praktikum zugehört und war für sie da. Ich habe Flüchtlingskindern bei den Hausaufgaben geholfen und sie verteidigt wenn es Ärger gab. Ich wusste, ich bin hier um etwas für Menschen zu tun und wünsche mir, dass sie glücklich sind.

Dann kam meine kreative Seite zum Vorschein: Ich liebte es zu nähen, zu tanzen, zu singen, zu malen und Grundrisse zu zeichnen. Zu guter Letzt empfand ich großes Glücksgefühl beim Handeln, weshalb ich Jahre lang jeden Sonntag ab 6 Uhr viele Trödelmärkte aufsuchte, um dort schön Dinge günstig zu erhandeln. Monopoli Spiele liefen besonders gut bei ebay, diese habe ich oft günstig auf dem Trödelmarkt kaufen können, sie aufpoliert und für einen guten Preis bei ebay versteigert.

Interessant finde ich, dass Kinder mich immer sehr mochten. Ich leitete eine Messdiener-Gruppe und viele kleine Kinder die bei unbekannten Menschen fremdelten, kamen gerne zu mir. Ich liebe Kinder und ich wusste schon von klein auf, dass ich Familie haben möchte.

Da ich damals auch schon gerne schrieb und am Schreibtisch saß, entschied ich mich Verwaltungsfachangestellte zu werden. Bereits nach einem halben Jahr bemerkte ich, dass dies nicht meine Berufung war, trotzdem zog ich die Ausbildung bis zum Ende durch. Heute würde ich das nicht mehr machen. Danach folgte eine Weiterbildung zur Webdesignerin, was mir schon viel besser lag. Im Jahr 2000 hatte ich die Idee Fotone – eine Foto Plattform – zu bauen, auf der Hobbyfotografen ihre Fotos einstellen und verkaufen konnten. So eine Plattform gab es zu dem Zeitpunkt noch nicht. Das Design stand, ich hatte bereits mit einigen Programmierern gesprochen, doch dann bemerkte ich dass ich finanziell keine Chance hatte so ein Portal selbst aufzubauen. Anstatt darum zu kämpfen und eine Möglichkeit zu suchen, ließ ich es im Sande verlaufen. Wenn ich heute fotolia so anschaue, wäre Durchhaltevermögen gewinnbringend gewesen 😉

Da ich aber schon immer gerne etwas selbstständig machen wollte begann ich mir einen Shop zu bauen. Ich verkaufte über meinen Shop Uhren, dann Handyzubehör, doch beides war nicht gewinnbringend und noch nicht das was ich wirklich machen wollte. Ende 2004 schaute ich den Film: „Meine Frau, ihre Schwiegereltern und ich“. In diesem Film gebärdete ein Baby mit seinem Opa. Da ich zu dem Zeitpunkt schwanger war, entflammte mein Interesse an der Kommunikation über Handzeichen mit einem Baby und ich wollte das unbedingt auch mit meiner Tochter machen. Leider hatte dieses Thema Deutschland noch nicht erreicht, somit bestellte ich mir Bücher, DVD´s und Infos aus Amerika und begann diese mit meiner Tochter umzusetzen. Schon während der Übungsphase startete ich meine Webseite www.Baby-Handzeichen.de und wollte diese tolle Art der Kommunikation auch anderen Eltern in Deutschland näher bringen. Es gab unterschiedliche Kritiken, die negativen zogen mich oft runter.

Weil ich das Thema trotzdem sehr interessant fand und es liebte mit meiner Tochter in Handzeichen zu gebärden, brachte ich erst das „Bilderbuch der BabyHandzeichen“ und ein paar Jahre später das „Bilderbuch der BabyHandzeichen 2“ raus. Beide Bücher dienen dazu gemeinsam mit dem Baby BabyHandzeichen zu erlernen. Bis heute können beide Bücher über meine Webseite www.Baby-Handzeichen.de , oder über Amazon, oder über jeden beliebigen Buchhändler bestellt werden. Lange Jahre habe ich mich mit diesem Thema beschäftigt, ein Kursprogramm aufgebaut und Kursleiter im Fernstudium ausgebildet. Was mir jedoch Angst machte waren Fernsehanfragen und Journalisten. Ich durchlebte starke Versagensängste. Meinen Kursleiterinnen gab ich Fernsehanfragen weiter, ich selbst traute mich nicht diese anzunehmen, aus Angst nicht die korrekte Antwort bei Fragen liefern zu können. Diese Versagensangst trage ich bis heute noch mit mir rum, sie zeigt sich bei mir besonders in Prüfungssituationen.

BabyHandzeichen bin ich bis heute treu geblieben, wobei meine Kinder bereits groß sind ich begonnen habe mich etwas von dem Thema zu entfernt und neues zu beginnen. Ich startete unterschiedliche Internetportale die gut anliefen, ich aber nicht genug Ausdauer hatte diese bis zum großen Erfolg zu bringen. Die Arbeit nur am Rechner und alleine machte mich nicht glücklich. Ich baute mir eine große Vermietung auf mit über 40 Kindersitzen die ich sogar in Kooperation von AirBerlin für Flüge mit Kindern vermietete, besitze 60 Polaroidkamers, vermietete Metalldetektoren für Menschen die ihren Ehering oder andere metallische Wertgegenstände verloren haben, vermietete rote Teppiche und kaufte mir eine weitere Waschmaschine um Stuhlhussen zu vermieten.

Ende 2012 beschloss ich alles bis auf BabyHandzeichen zu beenden. Es wurde mir zu viel und ich wusste nicht was ich wirklich will. Vieles gefiel mir, aber für nichts brannte mein Herz. Sehr verbissen arbeitete ich für Unabhängigkeit und entfernte mich von meinem Mann, was mir 2014 mit Erschrecken klar wurde. Bereits in 2013 begann ich vermehrt zu fotografieren. Mein Mann hatte sich eine Canon EOS Mark II zugelegt und ich nutzte sie häufiger als er. 2013 fotografierte ich die Kindergartengruppe meiner Tochter in der Kita. Die Eltern waren so sehr begeistert, und ich hatte so viel Spaß mit den Kindern und zu fotografieren, dass ich die Fotografie zu meinem Job machte. Mit meinem IPad auf denen ich meine Fotos präsentierte lief ich von einer Kita zur nächsten und sammelte Aufträge. Ich war überzeugt von meiner Arbeit und so dauerte es gar nicht lange, dass ich die ersten Aufträge erhielt.

Da ich mal wieder der Zeit etwas voraus sein wollte, bot ich in der ersten Kita die Fotos auf DVD an. Ich wollte den Eltern und Kindern eine Erinnerung mitgeben, die sie nicht nur an sich, sondern die ganze Gruppe sowie Kita und Kitaräume erinnerte. Pro Kita nahm ich mir immer eine Woche Zeit. Die Kinder hatten genug Zeit um sich an mich zu gewöhnen und um Fotos zu bekommen auf mich zuzukommen. Ich war überzeugt, dass Fließbandfotografie nicht das Ergebnis liefern würde, wie die Fotos bei denen die Kinder Zeit haben mich kennen zu lernen. Zu Beginn wurde mein Konzept belächelt, doch mit der Zeit stellten die Erzieher fest, dass die Kinder tatsächlich viel Spaß hatten sich von mir fotografieren zu lassen und selbst die schüchternsten Kinder nach drei Tagen selbst an meinem T-Shirt zogen um auch ein Foto zu bekommen. Die DVD wurde im ersten Moment ein Flop, da die Eltern sich auf Papierfotos eingestellt hatten. Dies zog mich wieder ein wenig in die Tiefe und ich begann Papierfotos zu verkaufen. Innerhalb von einem Jahr hatte ich einige Kitas besucht und dessen Kinder fotografiert. Meine Art zu fotografieren wurde mit geteilter Meinung aufgenommen. Ich fotografierte in freier Natur, da sehr gestellte Fotos nicht mein Stil sind. Die Kinder liebten mich. Nicht alle Eltern mochten meine Fotografie, einige bemängelten, dass die schöne Kleidung der Kinder nicht hervorstach.

Mir wurde klar, dass ich nicht jeden zufrieden stellen kann und der Verkauf an den Abenden mühsam wurde, da ich meine Töchter immer mitnahm, um nicht extra einen Babysitter zu buchen. Nachdem sich an einem Verkaufstag meine Tochter verletzt hatte und ich aufgrund der Mütter die gerade Fotos bei mir kauften mich nicht um sie kümmern konnte, sowie bei einer Weihnachtsfeier meine Kinder zuschauen mussten wie ich fotografiere, sie aber lieber Ponny geritten wären wie alle anderen Kinder im Kindergarten, hängte ich die Kitafotografie an den Nagel. Ich liebte den Job, doch der Verkauf war nicht Familienfreundlich. Eine Kraft die den Verkauf übernommen hätte, würde sich für mich nicht rechnen und ich nahm keine weiteren Aufträge mehr an. Bis heute werde ich noch auf meine Fotos in Kitas angesprochen und erhalte Anfragen von Eltern die von meiner anderen Art zu fotografieren gehört haben.

Nachdem ich nicht mehr in Kitas fotografiere, habe ich lange überlegt welcher Job alle meine Leidenschaften beinhaltet. Ich wollte fotografieren, schreiben, krativ sein und etwas tun was Menschen nützt. Mit diesen Gedanken gelang ich in die Welt der Blogger. Beim Bloggen kann ich alls miteinander verbinden und bereichere „hoffentlich“ andere Menschen. 🙂

Bloggen wurde für mich zu meinem „Beruf aus Leidenschaft“, wobei ich noch überlege wie ich damit Geld verdienen werde. Mein Traum ist es Menschen eine Sichtweise zu eröffnen wie sie entdecken können glücklich zu sein und glücklich zu bleiben. Ich wünschte alle Menschen könnten ihre Sorgen in Glück wandeln, Beziehungskriesen überwinden und wieder glücklich sein, Kinder fröhlich und gelassen gemeinsam erziehen und das Leben leicht nehmen. Ich befinde mich auf dem Weg und habe den Wunsch so viele Menschen wie möglich zu inspirieren und ihrem Glück mit großen Schritten in die Arme zu laufen. Ich träume von Erfüllung die jeder Mensch kreieren kann und mit der wir alle unser Leben genießen können, denn wir haben nur ein Leben. Ich möchte nicht irgendwann auf dem Sterbebett liegen und überlegen, was ich hätte anders machen sollen oder welche Chance ich verpasst habe. Ich möchte Sorgen loswerden, Ängsten meinen Rücken zukehren und zeigen das dies wirklich möglich ist. Ich liebe alle Menschen und wünsche mir so sehr, dass sie ihr Leben genießen und irgendwann erfüllt die Welt verlassen können.

Mein Blog und meine Ausbildung zum „Lebensfreude Coach“ (contextueller Coach) soll ein Anfang dafür sein.

Wie schaut es bei dir aus? Tust du was du liebst? Macht dir dein Job Spaß? Gehst du gerne hin? Gibt es etwas was du unbedingt machen wollen würdest? Hast du Ängste? Fragst du dich ob deine Idee funktionieren wird?

All diese Fragen kannst du dir beantworten, wenn du es probierst. Frei nach dem Motto: No risk no fun!

Ich habe viele Tiefen erlebt und mich leider auch oft entmutigt. Bis heute wehre ich mich dagegen und trotzdem passiert es mir doch noch ab und zu, aber ich habe gelernt schnell wieder da raus zu kommen, und dass es normal ist, dass es sogar zum Erfolg dazu gehört auch mal Misserfolg zu haben. Es gehört zum Erfolg nicht sofort nur Zuspruch zu bekommen, es gehört zum Erfolg nicht gleich viel Geld mit einer Idee zu verdienen, es gehört zum Erfolg Fehler zu machen, es gehört zum Erfolg abgewiesen oder ausgelacht zu werden, es gehört zum Erfolg, dass es Menschen gibt die deine Idee nicht gut finden, die Frage ist lediglich die, ob du von deiner Idee überzeugt bist. Bist du so überzeugt, dass du dran bleibst um weiter zu machen, auch wenn der Weg mal holprig wird. Bist du bereit ein Risiko einzugehen, bist du bereit auch etwas schwierigere Zeiten durchzuhalten und einfach weiter zu gehen, bist du bereit das „Unmögliche“ möglich zu machen? Denn dass es unmöglich ist, ist nur ein Gedanke in deinem Kopf! Schau dich um und überlege, ob das was sich um dich herum befindet, bevor es erfunden wurde, von allen für möglich gehalten wurde? Egal ob es Autos sind, das Telefon, Glühbirnen, Flugzeuge… all dies sind Gedanken und Träume von Menschen die Ihre Idee nicht an den Nagel gehängt haben. Auch diese Menschen wurden belächelt und sie haben es geschafft.

Bist du bereit das zu tun was dir Spaß macht, denn mit Spaß wirst du deine Erfolge mehr genießen können, würdigen und erfüllt sein. Bist du bereit deinen Ängsten in die Augen zu schauen und alles dafür zu geben sie los zu werden um frei zu sein?

Ich bin überzeugt, wenn du an dich und deine Möglichkeiten glaubst, dann wirst du ein Leben in Fülle und Erfüllung leben. Lass dich davon nicht abbringen, sondern genieße dich, denn wenn du der Mensch bist der an dich glaubt, dann können deine Träume wahr werden.

Freudige Grüße
Eva