Prüfungsangst

Meine Ausbildung bei der CoachingAcademie Stufe I neigt sich dem Ende entgegen und die Prüfung steht kurz bevor. Prüfungen haben noch nie Begeisterung in mir hervor gerufen, ich habe sie immer bestanden, aber nicht immer mit dem Ergebnis das ich mir erhofft habe. Lange Zeit habe ich mich dafür verurteilt nicht zu den Besten zu gehören, aber jetzt weiß ich, dass ich gar nicht zu den Besten gehören wollte. Mir ist es wichtig so viel auf meinem Weg mitzunehmen wie ich nur kann. Ich wechsle meine Interessen wie meine Unterwäsche und bin alles was ich sein will in kürzester Zeit. Wenn ich mir in den Kopf setze Fotografin zu sein, übe ich so lange bis ich so gut bin, dass ich Aufträge an Land ziehen kann. Da ich Künstlerin bin, ist es mir wichtig mit dem was ich mache hervor zu stechen. Mit Vertrauen in mich und meine Fähigkeit, schaffe ich es Personen von mir und meiner Leistung zu überzeugen und Aufträge zu bekommen, diese sogar ohne eine offizielle abgeschlossen Ausbildung. Ich habe keine Angst davor irgendwann Mittellos zu sein, denn mir fällt immer wieder etwas Neues ein. Zu meinem größten Glück steht mein Mann immer zu mir und unterstützt mich so gut wie er kann.

Jetzt befinde ich mich wieder vor einer Prüfung, diesmal vor einer mir sehr wichtigen bei der ich weiß, dass auswendig lernen nicht reichen wird um erfolgreich abzuschließen. Die Angst nicht zu bestehen schwirrt immer wieder mal in meinem Kopf herum… Aber mal von Anfang an…

Freunde von mir haben damals bereits einige Lehrgänge bei der CoachingAcademie belegt, früher war ich sehr skeptisch was die Academie betrifft, contextuell leben sagte mir so viel wie chemische Formeln. Wenn meine Freunde davon erzählten hörte ich zwar interessiert zu, blieb aber in der Beobachtung. Was bringt das wirklich wollte ich wissen. Die Seminare hörten sich für mich seltsam an: Geldtraining, Kommunikationstraining, Empowermenttraining… wozu braucht man das!

Zu dem Zeitpunkt lebte ich im Modus wenn… dann… und nichts ist gut genug, sowie ich bin unglücklich und alle anderen sind schuld.
Zufrieden war ich mit all dem nicht, wusste aber nicht wie ich da raus kommen sollte. Die Beobachtung meiner Freunde, die genau an solchen Themen arbeiteten, kam zum richtigen Zeitpunkt in mein Leben. Als das Leiden groß genug war und ich es satt hatte mit hängenden Mundwinkeln durchs Leben zu gehen und meinen Erfolg den ich hatte auch endlich sehen und spüren wollte, meldete ich mich für das Training an.

Das Training ist das erste Seminar das für alle Folgeseminare notwendig ist, es vermittelt die Grundlagen und gibt den Einstieg in alle weiteren möglichen Aufbauseminare. Mit dem Vorsatz das Größtmögliche für mein Geld zu bekommen, denn preiswert war der Lehrgang damals für mich nicht, zog ich los in das Wochenende. Mir war klar, dass ich mit diesem Wochenende etwas Bahnbrechendes bewirken wollte. Ich wollte Veränderung in allen Lebensbereichen, ich wünschte mir Lebensfreude, Genuss, Zufriedenheit, Anerkennung von mir für mich und meine Erfolge und alles am besten sofort! Ich weiß, ich hätte immer alles lieber gestern als morgen. 😉 100% war das Mindeste was ich an diesem Wochenende geben wollte und mir war alles um mich herum egal, Hauptsache ich konnte meine Themen klären die mich schon lange belasteten und die mich hinderten ein glückliches und erfülltes Leben zu leben. Ich wollte sie endlich lösen.

Ich nutze die Chance, als es möglich war Fragen zu stellen und vergaß die 80 Teilnehmer um mich herum die meinem Dialog lauschten. Mir wurden Fragen gestellt und Sichtweisen eröffnet von denen ich bis dato keinen Blassen Schimmer hatten, und die mir eine Möglichkeit eröffneten meine grundlegenden Probleme anzugehen und aufzulösen. Ich kann mich nicht erinnern wie lange mein Dialog mit den Trainern stattgefunden hat, aber ich weiß dass ich Rotz und Wasser geheult habe und ich danach gefühlte 10 kg weniger wog.
Das Resultat war bahnbrechend, die Reaktion der Teilnehmer unheimlich unterstützend und die Ergebnisse nach dem Training für mich revolutionär. Dies war der Beginn in eine andere Lebensweise. In eine Lebensweise die mir vorher verborgen gewesen ist. Eine Lebensweise die ich mir vorher einfach nicht vorstellen konnte und schon gar nicht, dass ich sie selbst in der Hand hatte.

Am ersten Tag nach dem Trainingswochenende fühlte ich mich wie neu geboren. Ich hatte einen Drive als wäre ich mit Adrenalin vollgepumpt. Mein Mann spürte die Energie und freute sich, dass ich einen Tatendrang an den Tag legte, als würde ich sofort die Welt retten wollen. In gewisser Weise war es auch so, ich rettete meine Welt. Ich begann sie neu zu erschaffen und fegte mit einem Enthusiasmus durch mein Leben als würde es kein Morgen mehr geben. Meine Zweifel, meine Unsicherheit was ich eigentlich will war wie weggeblasen. Ich legte die Karten neu. Ich wusste, was nötig war zu verändern um das Ergebnis zu erzielen was ich benötige um in ein erfülltes Leben mit Lebensfreude zu starten. LEBENSFREUDE war mein Wert für mein Leben und diesen Wert wollte ich nicht nur festlegen, sondern auch leben. Ein Jahr lang nach dem Trainingswochenende zehrte ich von der Erfahrung und ordnete mein Leben. Es gab viele Auf und Abs denn es ist klar, dass man nicht aus einem Seminar herausgehen kann und schwupps würde es keine Probleme mehr geben. Mir ist bewusst, dass ich selbst dafür verantwortlich bin mein Leben zu erschaffen so wie ich es haben will.

Nach einem Jahr erzählte mir meine Freundin, dass sie das Kommunikationstraining machen will und da ich mich bereit fühlte einen Schritt weiter zu gehen meldete ich mich ebenfalls an. Das Kommunikationstraining diente mir unter anderem zur Sprengung meiner größten Angst. Diese Angst saß so tief, dass sie mir oft die Luft zum Atmen nahm, ich hätte es davor nie für möglich gehalten diese Angst durch ein Seminar beseitigen zu können und doch habe ich es geschafft. Mit 100% fegte ich durch das Kommunikationstraining und konnte gar nicht so schnell schauen wie mein Bedürfnis entstand auch in anderen Lebensbereichen den Putzlappen zu schwingen. Es folgte das Geldtraining, das Beziehungstraining und jetzt die Ausbildung.

Meine Schwester sagt mir gestern, was mich sehr berührte, Eva wenn ich mit dir zusammen bin verspüre ich eine Ruhe und Ausgeglichenheit und tiefe Zufriedenheit die du ausstrahlst. Sie hat Recht, noch vor dem Training habe ich bei jeder Situation die mir nicht gefiel einen dicken Hals bekommen und mein Kopf drohte zu platzen und jetzt schwinge ich. Probleme werden nach solchen Lehrgängen nicht weniger, aber sie werden hochwertiger und ich weiß wie ich mit ihnen umgehen kann ohne Schaden zu erleiden und ohne einen dicken Hals zu bekommen. Früher habe ich bei Problemen mit körperlichen Beschwerden reagiert, mir ist z. B. in einer stressigeren Situation Farbflüssigkeit im Auge ausgelaufen, da der Druck den der Stress in mir verursacht hatte ein Ventil gesucht und gefunden hatte. Heute kann ich viel gelassener mit schwierigen Situationen umgehen und bin mir immer sicher, dass die Lösung zum Greifen nah ist.

Jetzt stehe ich da, mein erstes Ausbildungsjahr ist fast um und ich blicke zurück auf das was es mir gebracht hat. Ich habe viele Erfolge, Erkenntnisse und Lösungswege mitgenommen und ich weiß, dass ich noch nicht am Ende bin und noch einiges in mir schlummert, ich weiß das jeder Mensch immer Höhen und Tiefen erlebt und auch all meine Ausbildungen Tiefen nicht vermeiden werden, aber bemerkenswert ist, dass meine heutigen Tiefen nicht mehr so tief sind und mich oft in Höhen katapultieren die ich nicht für möglich gehalten hätte.

Nun frage ich mich, ob ich die Prüfung mit meinem Wissenstand bestehen werde, es breitet sich immer wieder für kurze Momente Angst aus sie nicht zu bestehen und im nächsten Moment spüre ich eine Gelassenheit die mir sagt, dass auch wenn ich sie nicht bestehen sollte, mir meine Erfahrung und meine Einstellung keiner mehr nehmen kann. Ich bin nicht schlechter als andere wenn ich nicht bestehe, ich habe dann nur nicht bestanden. Wichtig ist, was ich aus dem was ich gelernt habe mache, wichtig ist, dass ich mit mir im Reinen bin, wichtig ist dass ich so lebe wie ich es mir vorstelle und dann stellt sich mir die Frage, warum sollte ich die Prüfung nicht bestehen?! Ich werde 100% geben und wenn es nur halb so gut läuft wie ich bisher an allen Seminaren teilgenommen habe, dann werde ich die Prüfung bestehen.

Eine Weisheit von Stephan und Maria Craemer begleitet mich seid meinem Kommunikationstraining und ich liebe sie:
Mutig zu sein heißt nicht keine Angst zu haben, sondern etwas mit Angst zu tun.

Obwohl ich zu Beginn meiner Ausbildung davon ausgegangen bin nur die Stufe I zu machen, da ich Angst vor der Prüfung hatte, habe ich mich vor einigen Wochen für die nächste Stufe angemeldet und werde trotz Angst in die Prüfung gehen und ich werde sie bestehen!

Falls du etwas in deinem Leben verändern möchtest und nicht weißt wie du es angehen sollst, falls du dich fühlst als würdest du in einem Hamsterrad rennen und den Ausgang nicht finden, falls du immer wieder in die Vergangenheit zurückkehrst die nicht deinen Vorstellungen entsprochen hat, falls du keinen Partner hast oder mit deiner Beziehung nicht zufrieden bist…, schau hier: www.coachingacademie.de
Für mich war die Entscheidung das Training zu machen nach meiner Hochzeit und meinen Kindern, die beste Entscheidung in meinem Leben.

Mit freudigen Grüßen
Eva