Schwere oder Leichtigkeit?

Es ist so schwer, das höre ich in letzter Zeit an jeder Ecke. Egal ob ich mich mit einer Verkäuferin unterhalte oder einer Mutter, jeder erzählt mir wie schwer etwas für ihn / sie ist. Für den einen ist es schwer mit der Familie, dem geschiedenen Mann, den Kindern, dem Job für den anderen mit dem Abnehmen, der Freizeit die nicht vorhanden ist oder dem Partner, sehr selten höre ich es ist mal wieder total leicht, easy oder entspannt… Warum ist das eigentlich so? Wozu ist bei so vielen Menschen die Schwere ein täglicher Begleiter? Was lässt sie die Schwere auch noch mitnehmen, darüber nachzudenken, sich von ihr beeinflussen zu lassen und dadurch den Tag nicht genießen zu können? Wozu machen sich so viele Menschen das Leben schwer? Die Schwere ist nicht etwas was uns aufsucht, sich breit macht und mal mit Karacho das Sofa einnimmt, die Schwere ist wie ein Anker den wir uns selbst ans Bein hängen und uns dann wundern, dass wir keinen Schritt voran kommen. Auch ich habe sie in letzter Zeit gespürt. Die Schwere die mich davon abhielt einen weiteren Blogbeitrag zu schreiben. Ich hatte sooo viel zu tun und das was ich am liebsten mache habe ich bei all den To Do´s nicht mehr geschafft.

Oft habe ich darüber nachgedacht, warum ich gerade in meiner Situation so viel damit konfrontiert werde, dass es andere Menschen gerade „auch“ schwer haben. Ganz ehrlich jetzt wo ich die Worte hier so tippe fasse ich mir bereits an den Kopf. Genau, Schwere ist Kopfsache wie alles andere auch. Ich weiß dass und ich steure dem entgegen. Interessanterweise finde ich das Abnehmen gerade gar nicht schwer, die Pfunde purzeln und wenn sie nicht purzeln dann eben ein paar Tage nicht. Macht mir nix, freue mich über den Erfolg. Hier habe ich es geschafft den Stein aus dem Weg zu rollen, um kein Problem mehr beim Abnehmen zu haben. Ich genieße die Zeit des Abnehmens, belohne mich mit toller Kleidung und genieße mein Spiegelbild. Sogar in meine Lieblingshose, die ich mir damals mit 16 Jahren gekauft habe passe ich wieder hinein.

Jetzt frage ich mich nur, wozu lade ich mir die Schwere in anderen Hinsichten ein und wozu tun es so viele andere auch? Wollen wir was zu erzählen haben? Ist es normal? Ist es anders nicht möglich? Sind wir sonst anders als die anderen und wollen das nicht sein? Können wir es uns nicht vorstellen, dass es auch leicht geht?

Ich glaube da steckt von allem etwas drin, von einem etwas mehr vom anderen etwas weniger. Aber mal ehrlich, wozu die Schwere? Warum nicht einfach mit Leichtigkeit Themen die einen beschäftigen angehen, warum nicht daran glauben, dass es auch einfach geht? Warum nicht aus der Reihe hüpfen und anstatt zu jammern in fröhlichem Ton trellern: Bei mir ist es leicht!!!

Geht das überhaupt, oder macht man sich dann etwas vor?

Leichtigkeit beginnt im Kopf, in dem Moment wenn der Gedanke aufkommt, „dass ist wieder schwer“, wird das Gefühl der Schwere sich breit machen, außer wir schieben es direkt mal vor unsere Tür. Raus damit!!! Egal was wir in der Vergangenheit erlebt haben, wir schauen ob es auch Menschen gibt bei denen es leicht geht und genau so möchten wir auch sein. Wir möchten alles mit Leichtigkeit. Mit Leichtigkeit die Familie treffen und falls das doch schwer ist, mit Leichtigkeit mit der Familie herausfinden wie man gemeinsam Leichtigkeit erschaffen kann. Mit Leichtigkeit mit dem Ex kommunizieren und sich nicht von negativen Gedanken leiten lassen, mit Leichtigkeit die Zeit mit seinen Kindern verbringen, mit Leichtigkeit dem Job nachgehen und wenn es nicht funktioniert etwas zu ändern, auch wenn es der Job an sich ist.

Mein persönliches Beispiel: Es war so schwer, immer wieder muss ich allen in unserem Haus hinterher räumen, besonders unseren Kindern. Wir haben vereinbart, dass sie ab sofort ihre Sachen selbst wegräumen. Noch sind wir in der Umsetzphase, aber ich bin mir sicher, dass wir es mit der Zeit alle lernen werden unser Haus ordentlich zu halten. Es gibt ja schließlich auch andere Familien bei denen es klappt, also warum nicht auch bei uns!

Mit Leichtigkeit seinem Job nachgehen, da fängt es schon mit dem Aufstehen am Morgen an. Ich liebe es früh aufzustehen, ich kann es kaum erwarten aus dem Bett zu hüpfen. Bereits um kurz nach 5 werde ich wach und stehe auf, um genug Zeit für mich am Morgen zu haben. Es fällt mir total leicht aufzustehen. In dem Moment in dem ich die Gedanken der Schwere zulasse, ändert sich meine Laune und die Leichtigkeit geht. Nichts hat sich sonst verändert außer meiner inneren Einstellung die Schwere vorzuziehen.

Ich habe mal eine Frau gefragt: „Warum es schwer haben wollen?“ Ihre Antwort war sehr interessant, sie sagte: „Es wäre unverschämt wenn es leicht wäre, für alle anderen ist es doch auch schwer, sie erzählen es einem von Kind an.“

Wozu machen Menschen das, wozu gehört Schwere zum Leben dazu, warum geben wir nicht 100% für Leichtigkeit und genießen jeden Moment? Vielleicht kassieren wir dann eine Abfuhr, werden belächelt, vielleicht distanzieren sich Personen dann von uns, oder werden neidisch, vielleicht verlieren wir sie ganz aber brauchen wir Menschen um uns herum von denen wir nur akzeptiert werden wenn es schwer für uns ist? Wenn wir genau wie sie die Schwere spüren? Was bringt uns das? Wo ist da die Weiterentwicklung?

Ich entscheide mich für Leichtigkeit, so viel Leichtigkeit wie nur möglich ist und wenn du willst dann entscheide dich auch für Leichtigkeit. Schau dir das Thema an was dich beschäftigt und überlege dir, wie du es mit Leichtigkeit lösen kannst. Es gibt immer einen Weg!!! Und gewiss gibt es einen Weg mit Schwere, aber ebenso gibt es auch einen Weg mit Leichtigkeit, doch diesen Weg können sich die wenigsten vorstellen. Sei du der Erste der es den anderen vormacht, dass es möglich ist mit Leichtigkeit durchs Leben zu gehen, deine Ziele zu erreichen und glücklich und erfüllt zu sein. Ich gehe schon mal los, kommst du mit?

Genieße deinen Tag und bis in Kürze
Eva