Über Geld und warum nicht jeder reich wird

Das Thema Geld ist ein Dauerbrenner. In jeder Hinsicht spielt das Geld eine Rolle. Heirat, Scheidung, Job… Geld haben oder nicht haben ist und bleibt für immer ein Thema. Wir verbringen gerade unsere Herbstferien in den USA und mir ist hier diesmal ganz bewusst geworden, das Amerikaner eine positive Einstellung zu Geld haben. Zu Menschen mit viel Geld wird aufgeschaut. Unser Ueber Fahrer erzählte uns, dass er Ueber Fahrer als Drittjob ist. Er findet es klasse auf so spaßige Art Geld zu verdienen. Er mag es neue Menschen kennen zu lernen, lernt die Stadt kennen und verdient mit dem Spaß auch noch Geld. Er schaltet sein Ueber Accunt ein, wenn er fahren will und macht es wieder aus, wenn er keine Lust mehr hat.

So macht Geld verdienen Spaß sagte er. Aber die anderen beiden Jobs mag er auch und hat sich bereits einige besondere Wünsche durch diese erfüllt. Das Auto in dem wir bei ihm mitgefahren sind, hat er sich extra dafür gekauft, da er sein eigenes Privatfahrzeug nicht für Ueber Fahrten nutzen wollte.

Wir sind gerne Ueber gefahren, denn die Fahrer hatten immer etwas zu erzählen. Meist waren es sehr spannende Gespräche und uns ist die positive Einstellung zum Leben besonders aufgefallen.

Niemand von den Ueber Fahrern beklagte sich darüber, dass er schon wieder fahren muss, oder schon wieder Geld verdienen muss weil alles doch so teuer ist. Und ich kann bestätigen, in den USA ist das Leben sehr teuer!

Unsere Töchter wollten einen Tag auch Geld verdienen, sie überlegten wie sie das anstellen könnten. Sie sammelten Muscheln und stellten sich mit ihrem Fund an unser Tor. Einen Tag lang standen sie da und warteten auf einen Käufer. Einige Menschen haben geschaut aber keiner hat etwas gekauft, bis dann der eine Mann kam, der extra sein Portmonee holte um eine Muschel zu kaufen. Unsere Mädchen bekamen von ihm 2 Dollar und schwebten auf Wolken.

Ganz stolz verkündeten sie, dass sie gerne mehr verkaufen würden aber was? Sie wollten mehr verdienen als mit den Muscheln und definitiv schneller. Wir kamen auf die Idee, dass sie Getränke verkaufen könnten. Viele Spaziergänger liefen an unserem Strandhaus vorbei, es gab hier noch keinen Laden, somit wäre Kaffee, Wasser und Limonade ein guter Anfang. Die Mädels konnten es kaum erwarten.

Es wurde alles eingekauft und abends bereits die ersten Dollar verdient. Voller Freude gingen sie sogar früh ins Bett um am nächsten Tag verkaufen zu können. Selbstgemalte Schilder wurden aufgehängt, Preistafeln angeklebt und das Geschäft begann um 7.30 Uhr am nächsten Morgen. Kaum war der erste Kaffee gebrüht, stand bereits der erste Kunde am Verkaufstresen.

Unsere Mädels waren begeistert. Sie hatten mit Papa bereits einen Wechselkurs ausgehandelt und Papa versprach ihnen ihren Gewinn zu verdoppeln, wenn sie nach Abzug der Kosten 50 $ verdient hatten. Gegen 13 Uhr war es soweit, 50 $ Gewinn war mit Getränken und Muffins eingefahren. Wir waren gespannt wie es weiter gehen würde.

In dem Moment als das Ziel erreicht war, wurde freudestrahlend getanzt. Kurze Zeit später wurde überlegt, ob noch weiter verkauft wird. Wir fanden den Prozess den sie mit ihrem Verkaufsstand durchlebten sehr spannend. Da wir selbst einige Firmen besitzen war es interessant zu sehen, dass die Gespräche und Probleme die bei unseren Kindern aufkamen uns von „den Großen“ auch bekannt vor kamen.

Wir führten an diesem Tag immer wieder Gespräche mit unseren Töchtern. Es ging ums Geld verdienen, vermehren, berechnen aber auch um Neid, Missgunst, Aufgabenteilung, Miteinander, Kommunikation und Vorwürfe.

Wir sind überzeugt, unsere Kinder haben mit der Verkaufsaktion wieder eine Menge für ihr Leben gelernt und wir sind den Amerikanern sehr dankbar, dass sie den Verkaufsstand unserer Töchter so positiv angenommen haben. Es wurde gelobt, wieder gekommen, und Trinkgeld gegeben. Unsere Töchter hatten, obwohl Englisch nicht ihre Muttersprache ist und sie diese nur ein wenig beherrschen, keine Berührungsschwierigkeiten. Wir sind uns einig, durch die vielen Fragen ihrer Kunden sind sie sogar der Sprache deutlich näher gekommen und haben einiges gelernt.

Ich habe mich gefragt, warum Kindern in der Schule nicht auf die Zukunft in Hinsicht Geld verdienen ausgebildet werden.
Geldbewusstsein, Umgang mit Geld, Möglichkeiten des Geldvermehrens, Geld als wunderbares Mittel für Freiheit und Wunscherfüllung zu sehen und Arbeiten nicht als Übel sondern als Spaß kennen zu lernen, in dem man versteht, dass Geld verdienen auch Spaß machen kann und am besten auch sollte. Wenn wir mit unseren Fähigkeiten und Interessen und Spaßm Geld verdienen, sind wir ein Mehrwert für die ganze Gesellschaft, denn jeder trägt etwas bei das für den nächsten von Vorteil sein kann.

Mache was du liebst und verdiene damit Geld, dann wird jede Hürde für dich einfacher zu meistern sein, als wenn du denkst dass du sie nicht willentlich nehmen „musst“.

Bereits durch die übermittelte Einstellung zu Geld wird der Grundstein gelegt, ob man irgendwann Geldsorgen haben wird oder nicht. Wenn folgende Sprüche zur eigene Überzeugung werden: Geld das nötige Übel, Geld macht unglücklich, Geld oder Liebe, Geld ist schmutzig, Geld stinkt, viel Geld verdirbt den Charakter, Geld zerstört die Welt… ist es klar, dass man Geld nicht wirklich haben wollen und sogar abstoßen wird. Niemand möchte unnötiges Übel haben oder unglücklich sein, wir wollen keinen Schmutz oder Gestank und schon gar nicht unseren Charakter verderben. Wenn man aber in so einem Glauben lebt, braucht man sich nicht zu wundern, wenn einem das Geld so durch die Hände rinnt oder gar nicht erst auf dem eigenen Konto ankommt.

Die Tatsache ist, dass viele Menschen besonders in Deutschland keine besonders positive Meinung über Geld haben. Über reiche Menschen wird eher abwertend gesprochen als positiv. Der Reichtum wird ihm eher missgönnt oder Neid kommt auf, als ihm zu gratulieren oder zu ihm aufzuschauen. Wie wäre es seine Sichtweise über Geld und reiche Menschen zu ändern und diese Menschen positiv zu bewerten oder sogar um Rat zu fragen, um selbst gewünschte Ziele zu erreichen?! Was wird wohl eher zum eigenen Erfolg führen, Missgunst und Neid oder Gönnerhaftigkeit und Wissensdurst?

Welche Erfahrung mit Geld hast du gesammelt?

Wie viel Geld möchtest du haben und hast du es bereits? Wie ist deine Einstellung zu Geld?
Wie siehst du reiche Menschen? Glaubst du an die Möglichkeit viel Geld zu verdienen?
Was denkst du wirklich über Geld?

Genieße deinen Tag und bis in Kürze
Eva