Warum Anerkennung dich nicht dauerhaft glücklich macht

Jeder Mensch erhält gerne Anerkennung. Wir fühlen uns dann: Bestätigt, verstanden, geliebt, erfolgreich, groß, stark, mächtig, dazugehörend, glücklich. Jeder hat seinen eigenen Grund, warum er Anerkennung braucht. Leider ist dieses „brauchen“ schädlich für dich. In dem Moment wenn du Anerkennung als Bestätigung von anderen Menschen für dich brauchst, bist du ihnen ausgeliefert. Ist dir schon mal aufgefallen, dass du nur um Zustimmung zu erhalten dich verändert hast? Hast du schon mal etwas gemacht wovon du eigentlich nicht überzeugt warst, es gemacht oder gesagt hast nur um zu den Menschen zu gehören die diese Meinung haben, oder um ihnen zu imponieren, oder um nicht alleine eine andere Meinung vertreten zu müssen? Wenn es dir öfters passiert, dass du dich und deine Meinung anpasst, dann könntest du überprüfen ob du bereits

süchtig nach Anerkennung bist!

Warum streben so viele Menschen nach Anerkennung?

Schon als Kind mochten wir Lob. Wir fühlten uns geliebt und sicher. Manche Kinder jedoch sind jedes Mal wenn es Ärger gab verunsichert, ob sie noch geliebt werden und somit fühlen sie sich nicht sicher. Dies kann unterschiedliche Gründe haben, auf die ich jetzt nicht im Detail eingehen möchte. Wir haben aber schon als Kind die Wahl, ob wir uns geliebt fühlen oder nicht. Wenn ein Kind jedoch anfängt zu zweifeln, will es unbedingt den Beweis haben, dass es doch geliebt wird um sich sicher zu fühlen. Wenn es so viel wie möglich davon tut was die Menschen um das Kind herum erwarten, dann bekommt es auch Anerkennung. Die Anerkennung für sein Handeln sieht es dann als Bestätigung, dass es ein liebenswerter Mensch ist. Nicht nur für Kinder ist es schwierig zu differenzieren zwischen Anerkennung für mein Handeln und mein Wert als Mensch. Sie denken, dass sie nicht mehr liebenswert sind, wenn sie keine Anerkennung erhalten. Sie verlieren so zu sagen in ihren eigenen Augen an Wert.

Wenn also ein Kind eine 5 in der Schule erhält, kann es sein dass es von außen zu hören bekommt: Du bist dumm, du kannst nichts, du bist faul, du bist sogar schlechter als…, was soll aus dir nur werden, du machst mir Kummer, du bist ein Versager, du Taugenichts… Die Note 5 ist für das Kind also der Beweis für seinen Wert als Mensch. Wenn die Eltern dann auch noch genervt sind und es bestrafen oder an meckern und ihm solche du bist… Sätze mitteilen, dann glaubt es diese irgendwann. Um diese Schlussfolgerung zu wiederlegen, kann das Streben nach Anerkennung beginnen.

Wie kann man Anerkennung oder Kritik noch sehen?

Man kann Anerkennung und Kritik direkt auf sich als Person beziehen, dies machen übrigens sehr viele Menschen. Wenn man jedoch die Kritik auf sich als Mensch bezieht, wird man immer abhängig von den Umständen und der Meinung anderer sein. Das heißt, dass man immer versuchen wird es anderen Menschen recht zu machen, um nur positive Kritik und Anerkennung zu erhalten.

Man lebt so zu sagen für Anerkennung.

Wenn man diese dann doch nicht erhält, besteht die Gefahr in Selbstzweifel, Depressionen, Abwertung von anderen und sogar Selbstverachtung abzurutschen. Jedoch kann man Kritik auch noch bezogen auf sein Handeln sehen. Das heißt, dass man weiß dass die erhaltene Kritik nichts mit dem eigenen Wert als Mensch zu tun hat. Als Beispiel: Ich habe die Aufgabe von meinem Chef bekommen eine Präsentation für den Vorstand vorzubereiten. Mir fällt es schwer eine Präsentation zu erstellen. Dem entsprechend gefällt sie meinem Chef nicht und er teilt mir dies auch mit und bittet um Korrektur.

1. Möglichkeit: Ich denke folgendes über mich: Ich bin zu nichts fähig, ich schaffe es nicht einmal die Präsentation vernünftig hinzubekommen. Ich lerne das nie und bin ein Versager.
2. Möglichkeit: Ich denke folgendes: Der Chef ist nie zufrieden, der mag mich nicht, immer hat er etwas an mir auszusetzen. Ich hab da so lange dran gesessen! Dieser Idiot!
3. Möglichkeit: Ich denke und sage: „Danke für die Info, es tut mir leid, dass Ihnen meine Präsentation nicht zusagt, was soll ich an der Präsentation ändern? Wie soll die Präsentation aussehen?“
Wenn ich dann keinen blassen Schimmer habe, kann ich folgendes denken: Ich habe es nicht gelernt eine Präsentation zu erstellen und möchte es aber können. Die Kritik hat nichts mit mir zu tun, sondern lediglich mit meiner Fähigkeit eine Präsentation zu erstellen. Da ich diese Fähigkeit noch nicht habe, kann ich sie mir aneignen. Entweder hole ich mir Hilfe, oder bitte den Chef es jemanden anderen machen zu lassen falls es nicht zu meinem Aufgabenbereich gehört, oder ich belege einen Kurs, um zu lernen wie man eine Präsentation erstellt.

Ein Mensch der diese Kritik vom Chef persönlich nimmt, verhält sich meist wie in Möglichkeit 1 und 2. Diese Möglichkeiten führen weder zu Erfolg noch zu Erfüllung noch zum glücklich sein. Man fällt in ein Loch der Selbstzweifel, Depression, Abwertung und Unmut.

Bei Möglichkeit 3 jedoch bezieht man die Kritik nicht auf sich selbst. Man kann sich mit der Kritik sachlich auseinandersetzen, ohne sich dafür zu verurteilen und die Präsentation zu aller Zufriedenheit verändern. Auf diese Art zu denken erleichtert das Leben enorm, da man sich nie verurteilt sondern durch die Annahme der Kritik und Offenheit für andere Sichtweisen, (die man nicht auf die eigene Person bezieht, sondern nur auf das erschaffene Ergebnis – „schlechte Präsentation“) etwas neues dazu lernen kann. Es gibt bei Nr. 3 keine „Opfer“ und keine „Täter“ sondern nur „Mitspieler“.

Diese Sichtweise von Nr. 3 kann man in allen Lebenslagen anwenden. Ob man zu spät ist, dem Kind das Essen vergessen hat in die Tasche zu stecken, nicht aufräumt, oder vergessen hat eine Aufgabe zu erledigen. All dies hat nie mit dem Wert eines Menschen zu tun, sondern lediglich mit der Tätigkeit. „Unpünktlich, kein Essen, Unordnung, Vergessen.“ All dies kann tatsächlich passieren und wenn uns das passiert, können wir dem zustimmen ohne uns abzuwerten. Ja, ich bin zu spät, ja ich habe das Essen vergessen einzupacken, ja es ist unordentlich, ja ich habe vergessen die Aufgabe zu erledigen.

All dem können wir zustimmen, wenn wir uns dafür nicht abwerten. Dann haben wir die Möglichkeit dies zu ändern, wenn wir wollen. Wenn wir etwas immer und immer wieder wiederholen, wird es für uns Konsequenzen geben (positive oder auch negative). Auch dann können wir dem zustimmen, dass die Konsequenzen durch unser HANDELN ausgelöst wurden, nicht durch uns als Mensch. Auch wenn wir nich funktionales immer wieder wiederholen, sind wir trotzdem liebenswerte Menschen, wir sind nur nicht pünktlich, die Kinder sind hungrig und vertrauen nicht darauf, dass sie von uns etwas zu Essen mitbekommen, in unserer Wohnung wird es unordentlich ausschauen und wir erhalten vielleicht keine neue Aufgabe mehr, verlieren unseren Job, oder erreichen unser Ziel nicht, wenn wir zu oft etwas vergessen. Trotzdem ändert es nichts an unserem Wert als Mensch!

Ich will unabhängig von der Meinung und Kritik anderer sein – wie geht das?

Werde dir bewusst was du willst. Möchtest du von anderen Menschen und anderen Meinungen abhängig sein, oder möchtest du frei sein und dein Leben selbst gestalten? Möchtest du das Haar in der Suppe suchen, oder möchtest du die beste Suppe selber kochen? Willst du deine Zeit dafür verschwenden anderen gerecht zu werden und darüber nachzudenken wie du es schaffst das dich alle lieben und dir Anerkennung schenken, oder möchtest du erfüllt und erfolgreich leben? Willst du dein Leben genießen und gestalten, oder das leben was andere für dich vorsehen? Wenn du bereit bist von anderen abgelehnt zu werden, weil du nicht das tust was sie wollen, wenn du bereit bist deine wahre Größe anzuerkennen und zu leben, wenn du bereit bist auch ohne Anerkennung von außen deinen Weg zu gehen und an dich und deinen Erfolg zu glauben, wenn du bereit bist keinen Verantwortlichen für deine Ergebnisse (gute und schlechte) außer dir selbst zu suchen, dann bist du auf dem Weg der dich zu dir selbst führt und somit auch zu Erfolg und Erfüllung in allen Lebenslagen.

Wie schaffe ich es ohne Anerkennung von anderen glücklich zu sein?

Zuerst ist es wichtig für dich zu wissen, dass andere NIEMALS für dein Glück zuständig oder verantwortlich sind! Du alleine bist der Regisseur deines Lebens und du bist dafür verantwortlich wie deine Geschichte aussieht. Du alleine wählst ob du dramatische, traurige, leidvolle Szenen kreierst oder ob es liebevolle, spaßige, spannende und erfüllende Szenen werden voller Glück und Erfolg. Du schreibst die Trennungs-, oder Liebeszenen. Wenn du dir dessen bewusst bist und bereit bist keinen anderen zur Verantwortung zu ziehen oder ihm die Schuld in die Schuhe zu schieben, warum du etwas nicht erreicht hast, dann bist du auf dem besten Weg zum Glück.

Denn du brauchst nur von einem einzigen Menschen Anerkennung und das bist du selbst!

Jede andere Anerkennung wirst du sowieso nicht annehmen, wenn du dich selbst nicht anerkennst! Jede Anerkennung wird zunichte gemacht, wenn du von dir oder deiner Arbeit und deinen Ergebnissen eine negative Meinung hast.

Aber ich habe doch so viel erlebt, deshalb kann ich mich nicht anerkennen, wie komme ich da raus?

In dem du es ab sofort tust! Erkenne dich für alles an was du tust. Erkenne dich auch dafür an, dass du Fehler machst, denn Fehler sind keine „Fehler“ sondern Erfahrungen. Erkenne dich dafür an, dass der Weg nicht zu deinem gewünschten Ergebnis führt und du das herausgefunden hast. Es gibt keinen Grund dir Vorwürfe zu machen, sondern einfach einen anderen Weg zu wählen. Wenn du merkst, dass du trotzdem noch vieles hast was dich nicht weiter gehen lässt kann ich dir anbieten deine Fragen in einem Coaching Gespräch mit mir zu lösen. Ich bin überzeugt, wenn du etwas ändern willst, dann kannst du spätestens in einem Coaching Gespräch mit mir auflösen was dich daran hindert deinen Weg zu finden, um erfolgreich und erfüllt zu leben. Denn jeder von uns kann glücklich, erfolgreich und erfüllt leben.

Genieße deinen Tag und bis in Kürze
Eva