Wie du in wenigen Minuten Struktur & Ordnung in dein Leben holst

Wer hätte das gedacht, dass ich mich irgendwann so für ein Reinigungsmittel interessiere, dass ich auch noch anderen davon erzähle die dann ebenfalls davon begeistert sind.

Damals hab ich noch für alle Flächen in der Wohnung Spülmittel und Scheuermittel benutzt, musste reichen dachte ich mir. Ich hab nichts darauf gegeben Unterschiede zu machen. Selbst bei der Wäsche kam es vor, dass ein rotes Teil unsere weiße Wäsche rosa färbte.

Ich wusste nicht wie ich die Grasflecken aus der Wäsche bekomme, kannte nur zwei Programme bei der Waschmaschine und hatte eine große Abneigung gegen das Lesen von Bedienungsanleitungen.

Ich sammelte diese alle in einer großen Kiste, aber reingeschaut wurde nur wenn plötzlich F4 angezeigt wurde, oder das Teil wieder verkauft wurde. Ehrlich gesagt kenne ich noch immer nicht alle Funktionen unseres Induktion Herdes, aber ich arbeite mich langsam voran.

Was ich jedoch nie vermutet hätte, dass ich irgendwann Spaß am Aufräumen, Putzen und Saubermachen entwickle. An sich hatte ich mich schon als hilflosen Fall gesehen, der einfach irgendwie das Nötigste hin bekommt.

Tja und irgendwann kam dann ein innerer Drang nach selbstgemachter Ordnung. Also an sich mochte ich Ordnung schon immer, es viel mir einfach schwer welche zu erschaffen und zu halten.

Ich arbeitete mich mühsam durch all den Kram den wir hatten. Gar nicht so einfach sich von Sachen zu trennen, bei denen man noch hofft sie vielleicht zu brauchen, die letzten Jahre aber von ihrer Existenz nicht einmal wusste.

Langsam lernte ich mich von diesen Dingen tatsächlich zu verabschieden und dann begann es richtig Spaß zu machen. Bei der Müllabfuhr duzen sie mich schon. Ich frage mich bis heute, ob das ein Regelfall ist, oder ob ich als Stammgast in den Kreis der bekannten Gesichter und somit zur Gemeinschaft der Müllangschlepper gehöre.

Ich entwickelte Techniken wie ich viel Zeug in mein kleines Auto bekomme. Bei einem Cabrio ist da wirklich viel möglich. Ein Glück ist mir der Kram bei der Fahrt nicht aus dem Auto gewindet, hätte schief gehen können.

Schon lustig, wenn ich überlege, dass der ganze Kram irgendwie auch zu uns gefunden hat. Kann mich nicht erinnern wann und wie das passiert ist, aber plötzlich war er einfach da.

Ist fast so wie Weihnachten, ganz plötzlich steht das Fest der Liebe vor der Türe und damit auch oft viel neuer Kram.

Vielleicht auch ein Grund warum ich mittlerweile lieber digitale Produkte kaufe und verkaufe, weil Bude leer bleibt.

Aber welchen Nutzen hast du eigentlich von diesem Post? Ich möchte dir Mut machen, dass du es auch schaffen kannst. Solltest du eine Chaotin sein, dann akzeptiere diesen Zustand erstmal.

Wichtig ist, dass du dich erstmal so annimmst wie du bist. Diese Eigenschaft gehört zu dir. Sie ist aus irgendeinem Grund entstanden, hat sich festgesetzt und du hat dir die Sicht versperrt, auf die Möglichkeiten wie du Ordnung schaffen kannst.

Es ist zur Gewohnheit geworden unordentlich zu sein. Gewohnheiten sind schwer wieder los zu werden, besonders wenn man Aufwand betreiben muss um sie los zu werden.

Wie bei allem anderen gilt es auch hier mit kleinen Schritten großes zu erreichen. Beginne bei den kleinen Sachen. Eine sehrt nützliche Gewohnheit ist die Spülmaschine sofort auszuräumen, wenn das Geschirr gewaschen und abgekühlt ist. So spart man sich die Unordnung, die ansonsten entsteht, wenn man weiteres schmutziges Geschirr nur sichtbar in der Küche abstellen kann.

Überlege dir, was dir bei dir am wenigsten gefällt. Was wäre runtergebrochen der kleinste Schritt, um vorwärts zu kommen? Alles wurde mal mit einem kleinen ersten Schritt begonnen.

Du könntest z.B. bei einer Sammlung anfangen. Oft sammelt man über Jahre irgendwas. Bierdeckel, Kronkorken, Postkarten… irgendwann stellt man fest, dass man diese Sachen überhaupt nie wirklich genutzt hat. Sie liegen als Sammlung einfach rum. Solltest du auch etwas sammeln, könntest du schauen, ob du diese Sammlung noch brauchst.

Falls du sie in den letzten Jahren und heute nicht voller Leidenschaft und Begeisterung anschaust, wäre mein Tipp genau mit dieser Sammlung anzufangen dich von ihr zu trennen.

Du musst einfach erstmal beginnen und in Fahrt kommen. Sobald du die ersten Sachen aussortiert hast, beginnt oft ein Gefühl des Glücks. Man wird mutiger und freut sich über jeden geschaffenen Platz.

Schaue nicht zurück, sondern schaue in die Zukunft und stell dir vor wie du Klarheit schaffst mit jeder aussortierten Sache die du nicht wirklich begehrst. Fange einfach direkt an.

Viel Spaß beim erschaffen von Struktur, Ordnung & Klarheit

Genieße deinen Tag und bis in Kürze
Deine Eva

Beitragsbild by Annie Spratt on Unsplash